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  1. #1
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    Böse Betrügerische Abrechnungen bei 1und1?

    Guten Abend,

    ich hatte bei 1und1 u.a. 4 .ch-Domains. Diese habe ich am 28.01.2005 zum 03.05.2005 gekündigt.
    1und1 hat die Domains auch diskonnektiert, allerdings einfach weiterberechnet.
    Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt (für meine Firma) eine dreistellige Anzahl Internet-Domains, sodass mir nicht aufgefallen ist, dass 1und1 vier Domains weiterberechnet hat, die schon lange nicht mehr konnektiert sind. Ich bin auch nie auf die Idee gekommen, dass 1und1 Domains berechnen könnte, die gar nicht konnektiert sind.
    Es handelt sich um 4 .ch-Domains die Pro Jahr je EUR 47,88 kosten. Berechnet wurden die Gebühren völlig ohne Grundlage vom 03.05.2005-03.05.2013, also 8 Jahre lang 4 x 47,88 = 1.532,16 EUR.
    Erst dieses Jahr ist mir das Ganze dann aufgefallen, da ich mittlerweile nicht mehr so viele Domains habe und mir eine aktuelle Rechnung mal genau angeschaut habe. Ich habe mich an den 1und1-Support gewendet. Der hat prompt reagiert:
    „Nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes, haben wir festgestellt, dass die folgenden Domains:
    [4 .ch-Domains]
    bereits zum 04.05.2005 gelöscht und auf closed gesetzt wurden.
    Selbstverständlich habe ich die Gebühren storniert. Die vorgenommene Erstattung wird nochmals geprüft, sobald dieser entsprochen wurde, erfolgt die Auszahlung auf Ihr bei uns hinterlegtes Bankkonto.
    Sollten noch Fragen bestehen, gehen Sie bei dieser E-Mail einfach auf "antworten". Gerne bin ich für Sie da.“

    Ich dachte also, 1und1 kümmert sich darum, ein Fehler kann ja mal passieren.
    Wenige Tage nach der Mail bekam ich dann Storno-Rechnungen, aber nur für den Zeitraum 03.05.2010-03.05.2013.
    Der Zeitraum 03.05.2005 bis 03.05.2010 wurde kommentarlos nicht erstattet, es wurden also immer noch 5 Jahre x 4 Domains a 47,88 EUR, also 957,60 EUR völlig ohne jede Grundlage abgebucht und nicht erstattet.
    Da die Dame bei 1und1 geschrieben hat, ich könne mich gerne bei Fragen an sie wenden habe ich nun nochmals nachgefragt, wann denn der Rest erstattet wird.
    Ich habe nie eine Antwort bekommen, aber eine Mail mit dem Betreff „zufrieden mit unserem Support?“, nach der ein Mitarbeiter von 1und1 mich kontaktiert hätte.
    Danach habe ich 1und1 nochmals 2-3 Mal kontaktiert. Ich bekam nie eine Antwort, immer nur diese Emails „zufrieden mit unserem Support“, davon aber recht viele.

    Ich finde das Verhalten von 1und1 äußerst unverschämt. Wenn mir als Firma ein solcher Fehler unterlaufen würde, würde ich die Gebühren umgehend erstatten und noch einen Gutschein als Entschuldigung drauflegen.
    Mir ist völlig unverständlich wieso 1und1 sich totstellt, zumal der Sachverhalt sehr eindeutig ist.

    Nun möchte ich Strafanzeige wegen Betrugsverdachts stellen und ein gerichtliches Mahnverfahren gegen 1und1 einleiten.
    Dies habe ich 1und1 in meiner letzten Nachricht dann ebenfalls mitgeteilt. Als Antwort kamen wieder nur diese „zufrieden mit unserem Support“-Emails. Die Umfrage aus diesen Mails habe ich übrigens immer mitgemacht und angekreuzt, dass mein Anliegen nicht erledigt ist und ich „nochmals“ (steht da wirklich so drin. Die Auswahl, dass man gar nicht kontaktiert wurde gibt es gar nicht im Formular.“) kontaktiert werden möchte. Das Ergebnis waren immer nur noch mehr "zufrieden mit unserem Support"-Mails.
    Hat jemand Erfahrung mit diesen Mails? Könnte es sein, dass bei 1und1 ein betrügerischer Mitarbeiter arbeitet, der meine Anfrage eigentlich beantworten soll, aber einfach (unbemerkt vom 1und1-System) nicht antwortet, und die Erstattung selbst kassiert? Das System würde die Automatik-Mail dann trotzdem schicken, weil es ja denkt, der Mitarbeiter habe die Anfrage beantwortet.
    Ist sowas denkbar? Hat jemand eine andere Erklärung?
    Denn im Interesse von 1und1 kann dieser Ablauf doch nicht sein, im großen Stil würden die doch damit niemals durchkommen!

    Hat sonst jemand Erfahrungen mit falschen Abrechnungen von 1und1, und Tips, was man außer Strafanzeige und gerichtlichem Mahnbescheid machen kann? Denn es kann doch eigentlich nicht sein, dass man gegen so eine große Firma solche Maßnahmen ergreifen muss...?

    Weiß jemand, ob es im Internet eine Seite gibt, wo ich eine „Domain-History“ bekommen kann, mit der ich „offiziell“ nachweisen kann, dass die Domains nicht konnektiert waren? 1und1 hat zwar schon per Email bestätigt, dass die Domains zum 04.05.2005 gelöscht und auf closed gesetzt wurden, aber für die Strafanzeige und auch ein gerichtliches Mahnverfahren wäre ein offizieller Nachweis denke ich ganz gut.
    Ich bin für alle Tips dankbar!

    Danke und Gruß
    Sonnenwolke

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von Sonnenwolke Beitrag anzeigen
    ich hatte bei 1und1 u.a. 4 .ch-Domains. Diese habe ich am 28.01.2005 zum 03.05.2005 gekündigt.
    1und1 hat die Domains auch diskonnektiert, allerdings einfach weiterberechnet.
    Die Connectierung auf einen Webspace ist nicht Vorraussetzung für die Berechnung der Kosten einer Domainregistrierung. Wenn du weiter als Admin-C der Domains geführt warst, wurde die Leistung grundsätzlich erbracht.

    Nun möchte ich Strafanzeige wegen Betrugsverdachts stellen und ein gerichtliches Mahnverfahren gegen 1und1 einleiten.
    Das solltest du erst mit einem hinreichend geübten Anwalt besprechen. Ich gehe davon aus, dass für dich Gerichtsstand Montabaur wäre, d.h. wenn du nicht in unmittelbarer Nähe des Nestes wohnst, können die Nebenkosten einer Klage erheblich werden. Zudem könnten Ansprüche bereits verjährt sein.

    Hat sonst jemand Erfahrungen mit falschen Abrechnungen von 1und1,
    Naja, ich hatte mehrere Tänzchen mit denen. Da auf regulären Kommunikationswegen nichts zu bewegen war, habe ich schlicht einen Server nach dem anderen bei denen abgezogen. Irgendwann ist es wohl jemanden aufgefallen und die Marketingabteilung sah sich genötigt, bei mir vorzusprechen. Der geordnete Rückzug ist das beste Druckmittel, so du noch Verträge dort hast.

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    Zitat Zitat von kalweit Beitrag anzeigen
    Die Connectierung auf einen Webspace ist nicht Vorraussetzung für die Berechnung der Kosten einer Domainregistrierung. Wenn du weiter als Admin-C der Domains geführt warst, wurde die Leistung grundsätzlich erbracht.
    Sorry, ich hatte mich mißverständlich ausgedrückt. Ich habe hier die schriftliche Bestätigung von nic.ch: "Am 04.05.2005 wurde folgender Domain-Name gelöscht: ....ch". Die Domain war also nicht nur nicht konnektiert, sondern sie wurde beim nic.ch auch gelöscht.


    Zitat Zitat von kalweit Beitrag anzeigen
    Das solltest du erst mit einem hinreichend geübten Anwalt besprechen. Ich gehe davon aus, dass für dich Gerichtsstand Montabaur wäre, d.h. wenn du nicht in unmittelbarer Nähe des Nestes wohnst, können die Nebenkosten einer Klage erheblich werden. Zudem könnten Ansprüche bereits verjährt sein.
    Das mit der Verjährung stimmt. Zivilrechtlich verjähren Ansprüche nach 3 Jahren. Wenn sie mit Betrug zusammenhängen aber wohl erst nach 5 Jahren. Aber ohne guten Anwalt mache ich das natürlich nicht. Eigentlich habe ich auch gar keine Lust drauf. Ich frage mich nur, warum es 1und1 so weit kommen lässt. Vielleicht hat das ganze auch doch System und die kalkulieren eiskalt ein, dass sowieso fast keiner klagt...Aber eine nachhaltige Strategie ist das nicht...

    Zitat Zitat von kalweit Beitrag anzeigen
    Naja, ich hatte mehrere Tänzchen mit denen. Da auf regulären Kommunikationswegen nichts zu bewegen war, habe ich schlicht einen Server nach dem anderen bei denen abgezogen. Irgendwann ist es wohl jemanden aufgefallen und die Marketingabteilung sah sich genötigt, bei mir vorzusprechen. Der geordnete Rückzug ist das beste Druckmittel, so du noch Verträge dort hast.
    Ja, die bekommen von mir noch vierstellige Beträge jedes Jahr. Ich war bisher nur zu faul zum Umziehen. Vielleicht sollte ich das dann doch einfach mal in Angriff nehmen...

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Aurumer
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    Zitat Zitat von Sonnenwolke Beitrag anzeigen
    Das mit der Verjährung stimmt. Zivilrechtlich verjähren Ansprüche nach 3 Jahren. Wenn sie mit Betrug zusammenhängen aber wohl erst nach 5 Jahren.
    Hallo,

    vorweg, ich habe vollstes Verständnis für Deinen Ärger und hoffe, dass Du mit 1und1 eine vernünftige Lösung findest. Aus Verbraucher und Unternehmenssicht würde ich auch erwarten, dass 1und1 hier das Interesse haben sollte, seine Fehler einzugestehen und im Sinne des Kunden zu regeln.

    Was ich nicht verstehe ist, warum gleich über Betrug und Hinterlist spekuliert wird. Es gab einen Abrechnungsfehler, den Du, da Du Deine Rechnung nicht geprüft hast, übersehen und nicht moniert hast. Das ist ein normaler zivilrechtlicher Vorgang, der nichts mit Betrug zu tun hat und wahrscheinlich der normalen Verjährung unterliegt. Böse gesprochen war es auch Dein Fehler, dass das nicht bemerkt wurde und mit Betrug, hat das nicht so viel zu tun (es sei denn man könnte 1und1 irgendwie Vorsatz nachweisen, was ich nicht glaube).
    Viele Grüße
    Sven

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