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Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
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    Gute Kompaktboxen für wandnahe Aufstellung?

    Hallöchen!

    Ich möchte für meine Zweitanlage im Schlafzimmer gute Lautsprecher anschaffen. Da meine Denon D-F107-Kompaktanlage mit den Boxen auf der Kommode steht, dürfen es keine Monsterboxen sein. Zudem sollen die Kompaktlautsprecher wandnah stehen, also wäre "aufstellungsunkritisch" auch noch ein Kriterium. Insofern will ich also keine audiophilen Meisterleistungen erreichen, aber rmich trotzdem über ein spannendes, volles Klangbild erfreuen und Spass an der Musik haben. Zudem höre ich eher Rock und Pop als Klassik.

    Die Dalis interessieren mich deshalb, weil sie gute Kritiken haben und auch von den Massen her (v.a. in der Breite) meinen Vorstellungen entsprechen. Mehr als 20 cm breit dürfen sie einfach nicht sein. Ich habe mich nun gefragt, ob die Verbindung mit obgenannter Anlage für alle drei Dali-Modelle günstig ist. Des weiteren ist mir nicht klar, ob die Mentor 1 besser ist als die Mentor Menuet. Oder ob die Menuet als neuste Box der Mentor-Linie trotz kleinerer Abmessungen mehr Freude bereitet als die Mentor 1.

    Die Ikon 2 hat bei "Audio" 78 Punkte erhalten, die Menuet bei "Stereo" 82 Punkte (beide Male Klangpunkte). Bei der Mentor 1 wurde ich nicht fündig.

    Ausgeschlossen habe ich bereits die Lektor 2. Trotz Bassreflexöffnung nach vorne, was bei wandnaher Aufstellung wohl von Vorteil sein kann, hat sie nicht so tolle Testergebnisse hingelegt (bei "Audio" 68 Klangpunkte). Auch die Mentor 2 kommt nicht in Frage, da sie wohl zu gross wäre bei naher Wandaufstellung und auch preislich über meinen Möglichkeiten liegt.

    Kennt sich jemand von Euch mit den Dalis aus und kann meine Fragen beantworten? Klar werde ich die Lautsprecher nach Möglichkeit noch probehören, aber Eure Erfahrungen und subjektiven Eindrücke helfen mir sicher weiter.

    Es dürfen auch gerne andere Lautsprechermarken genannt werden, die bei wandnaher Aufstellung nicht allzu diffus werden und den Grundton übermässig aufdicken. B&W CM5 habe ich mir auch schon überlegt. Da kann man das Bassreflexrohr mit Schaumstoff verstopfen, um die Tonqualität zu optimieren. Würde sich das lohnen, oder raubt man dann der Box zuviel ihres Charakters?

    Schon im Voraus ganz herzlichen Dank für die Kaufentscheidungshilfe.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Arkoudi
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    Von den Dalis kenne ich auch nicht alle, aber ein paar Mentors und Ikons, haben mir ganz gut gefallen.

    Auf jeden Fall würde ich Lautsprecher mit Bassreflex nach vorne bevorzugen. Geht bei mir mit Standboxen in meinem Zimmer auch besser vom Bass her.

    Und die Boxen bitte z. Bsp. auf Pucks von Oehlbach: http://www.oehlbach.com/products/hom...9&cat_parent=6 stellen. Gibt ein klareres Klangbild, Strukturen und Tiefe, entfernt Bassdröhnen, habe ich auch unter die Pianocraftlautsprecher meiner Freundin geklebt. Unter allen Geräten eingebaut. Und das mal zu einem tragbaren Preis...


    Gruß

    Arkoudi

  3. #3
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    Morgen Arkoudi

    Danke für Deine Antwort. Ich habe eben erst eine Klangoptimierung realisiert, indem ich den Stromstecker andersrum eingesteckt habe. Habe es mit einer eher durchschnittlichen Aufnahme von Rondo Veneziano und dann noch mit einer Top-Aufnahme von Mike Oldfield (Tubular Bells 3) gecheckt. Bereits bei Rondo Veneziano sind die Mitten leicht kräftiger gekommen, Instrumente wurden leicht differenzierter und klarer dargestellt. Aber bei Oldfields Stück "Jewel in the crown", das mit weiten Räumen und einer hallenden Gitarre arbeitet, bin ich schon ein wenig ins Staunen gekommen. Da war viel mehr Luft und Raum, der die Musik atmen liess und Weite suggerierte, die Klangfarben wurden emotionaler dargestellt - das hätte ich echt nicht gedacht. Da ich die Boxen (alte Tannoys) sehr wandnah betreibe, ist natürlich der Bass immer noch etwas aufgedickt und nicht super-präzise. Und schliesslich ist es ja nur eine kleine Denon-Kompaktanlage und kein echtes Hifi...

    Klangoptimierung mit Kabeln habe ich schon vor Jahren erlebt, es gibt also etliches Potential, das man auch bei einer älteren Anlage ausreizen kann. Insofern überlege ich mir den Tipp mit den Spikes gerne. Habe bislang kleine Türstopper-Gummis dafür verwendet. 4 Stück unten an die Lautsprecher angeklebt, das schafft auch schon mal weniger unerwünschte Resonanzen. Welche Unterlagen von den Oehlbachs bringen am meisten Klang-Gewinn?

    Beim Boxen-Neukauf werde ich mich auf alle Fälle darauf achten.

    Nochmals herzlichen Dank und Gruss, Wendigo.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Arkoudi
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    Die Puck One for All oder Shock Absorber sind für "normale" Anlagen aus meiner Sicht völlig ausreichend, und relativ preiswert dazu.

  5. #5
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    So, nun habe ich bei einem Fachhändler probegehört. Eigentlich wollte ich zuerst eine Kompaktbox. Der Händler hatte sogar die Denon F-107-Kompaktanlage vorrätig und ich konnte die Lautsprecher also in derselben Kombination hören, wie es auch bei mir zu Hause der Fall ist (lediglich mein Inakustik Black & White LS 1002-Kabel dürfte noch einen Tick besser sein als jene im Geschäft). Zudem sorgten wir dafür, dass die Lautsprecher sehr wandnah standen, was ebenfalls meine Situation zu Hause widerspiegelt.

    Als Test-CD's habe ich mitgenommen:
    Mike Oldfield: Tubular Bells 3 (Track 3: Jewel in the crown)
    Cusco: Apurimac 3 (Track 2: Kokopelli's Dream)
    Toscho: Serious Fun (Track 1: Dinner at Woolfie's)

    Um die Spannung zu steigern, wurde das Ergebnis zur Kontrolle mit einer "besseren" Anlage gegengehört (NAD C356 BEE MDC Vollverstärker und NAD C546 BEE CD-Spieler). Vielleicht lag es an der Verkabelung oder an der Aufstellung der Lautsprecher, aber im Vergleich mit der Denon F-107 waren für mich keine nennenswerten Unterschiede im musikalischen Ergebnis heraus zu hören. Das hat mich einerseits etwas gewundert, aber gleichzeitig auch gefreut. Denon scheint ein gutes Produkt entwickelt zu haben...

    Nachdem wir verschiedene CD's durchgehört hatten, war sowohl dem Händler als auch mir klar, dass die offenste und farbenprächtigste Darstellung von B&W CM5 geliefert wurde. Wie gesagt, unter nicht optimalen Aufstellungsbedingungen. Sowohl die KEF Q300 als auch die KEF R300 spielten angenehm auf, aber mit weniger Transparenz, etwas gedämpftem Hochtonbereich und im Bass zu diffus. Das Ergebnis hätte sich durchaus ändern können, wenn man die Geräte freier im Raum aufgestellt hätte, aber diese Option zählte für mich nicht. Insofern will ich auch nicht die anderen Kompaktlautsprecher abwerten, sondern lediglich festhalten, dass die Kombination mit der Denon-Anlage und den B&W-Lautsprechern für mein Empfinden am meisten musikalische Information, Brillianz und Klangraum (eher weit als tief) geliefert hat. Lediglich die untersten Freqenzen, welche die B&W's noch spielen konnten, wirkten mit anspruchsvollen Liedern noch immer verwaschen und diffus. Aber das lag vermutlich an meiner Kompaktanlage, da dasselbe Problem ja bei allen Kompaktboxen auftrat. Bei fast allen, nur nicht bei einer kleinen QUAD, welche dafür aber anderweitige Nachteile hatte...

    Bis ich dann die kleine Dali Zensor 5 entdeckte und spasseshalber diese Standbox mit der CM5 verglich. Was natürlich gemein ist, denn eine Kompaktbox ist anders abgestimmt als ein Standlautsprecher und verfügt über weniger Klangvolumen. Aber was für ein Erlebnis: praktisch dieselbe Qualität wie die CM5, jedoch im Tieftonbereich naturgemäss weiter nach unten reichend und im Gegensatz zu den bisher gehörten Boxen klare und nuancierte Bässe auch bei anspruchsvollen Aufnahmen. Speziell Kokopelli's Dream kam in der schwierigsten Tiefton-Sequenz (bei 3:10 Min.) dermassen sauber rüber, dass ich nicht mehr aus dem Staunen kam. Besonders nachdem ich den Preis der Boxen gesehen hatte. In der Schweiz bekomme ich das Paar Dali Zensor 5 zu 800 Franken, mit einem 10 %-Rabatt bei B&W's CM5 hätte ich immer noch Fr. 1'300.-- bezahlt.

    Nach Rücksprache mit meiner Frau habe ich nun die Dali's bestellt und bin überglücklich, dass ich den Hörtest gemacht habe. Zusammen mit meiner Kompaktanlage spielen die Dalis wunderbar farbig, luftig und tief. Selbst die Höhen empfand ich als etwas angenehmer bei höheren Lautstärken als bei der CM5. Das hängt wohl damit zusammen, dass Dali beim Aufbau der Zensor stark auf Kompatibilität mit günstigeren Audio-Geräten geachtet hat. Mehr Klang geht zu diesem Preis wohl nicht - bei gleichzeitig unkritischer Aufstellung.

    Ich liefere noch einen Nachbericht, wenn die Anlage tatsächlich bei mir zu Hause aufgespielt hat. Ich freue mich schon jetzt darauf. Das wird garantiert der Hammer!

  6. #6
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    Und hier noch der Nachbericht: die Dali Zensor 5 sind im Schlafzimmer installiert und getestet worden. Die Standfüsse aus Eisen habe ich mit Gummistoppern vom Do-It-Yourself-Laden wirksam vom Boden entkoppelt. Es lagen zwar zwei Möglichkeiten bei, als die Dalis ankamen: Filzpölsterchen und ebenfalls kleine "Stopper". Aber ich habe alles getestet, die aus dem Laden waren am besten. Hätte ich vor ein paar Jahren auch nicht geglaubt, dass sowas klanglich Fortschritte bringt.
    Dann habe ich ausgetestet, welches Cinch-Kabel geeignet ist. Habe mich dann für das Mogami Little Wonder entschieden. Viel Präzision und eine Menge Details, trotzdem warme Klangfarben. Da die Boxen wandnah aufgestellt wurden, ist immer noch ausreichend Bass vorhanden. Dalis kleine Standlautsprecher bieten auch im Tieftonbereich viel Hörspass, aber es soll ja möglichst audiophil klingen und nicht wie in der Disco. Und je nach CD kann ich mit der Denon-Anlage bei Bedarf Bass und Höhen regulieren.
    Das Mogami passte besser als das Audioquest King Cobra. Die Cobras brachten zwar mehr Fülle ins Geschehen, aber verschluckten dadurch auch mehr Details. Zumal meine suboptimale Aufstellung dazu beiträgt, dass die Boxen dann zu wummern beginnen. Hier leistet das Mogami erstklassige Arbeit und ist für die erschwerten Bedingungen nahezu ideal. Unter optimalen Bedingungen hätten vielleicht die Audioquest-Kabel gewonnen...
    Dazu die Lautsprecherverbindung Inakustik Black & White LS-1002 et voilà: Freude herrscht!

    Die Boxen sind fürs Geld schlicht genial, und im Zusammenspiel der Komponenten habe ich den Eindruck, dass hier wieder einmal mehr entstanden ist als nur die Summe aller Dinge.

    Erstaunlich fand ich, dass die Cinch-Kabel tatsächlich tonal ein anderes, gut hörbares Ergebnis bewirkten, dessen Unterschiede es mir leicht machten, eine Wahl zu fällen. Dieser Effekt wird ja eher den Lautsprecherkabeln zugeschrieben, und tatsächlich ist der Unterschied dort weitaus grösser. Ich habe mal meine Mogami-Blue-Rocket-Kabel gegen angeblich hochwertige, aber weitaus günstigere Kabel ausgetauscht. Nie wieder!

    Trotzdem - auch Cinch-Verbindung ist nicht gleich Cinch-Verbindung. Und ebenso verblüffend war für mich die Erkenntnis, dass ein dickes, aufwändig konstruiertes Cinch-Kabel nicht zwangsläufig mehr Informationen weitergibt. Das dünne Mogami-Kabel hat eigentlich alles, was es braucht. Auch der Bass kommt gut rüber, für mein Empfinden zumindest...

    Vielleicht schaffe ich mir noch mal was von Mogami an, wenn die Ware überhaupt noch erhältlich ist. Die Produkte habe ich mir kurz vor der Jahrhundertwende gekauft...

    So, nun kann ich meine Süsse stilgerecht mit den schönsten Klängen verführen... Was für ein tolles Hobby! Musik hören, meine ich natürlich...

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