Hallo,
das Dynamic Range Meter habe ich als Foobar-Addon installiert. Ich habe gerade das Tool 2x mal laufen lassen, um festzustellen, ob es noch funktioniert. Ergebnis: Es geht tadellos mit FLAC-Dateien. Die von mir verwendete Version ist 1.1.1 ! Oder funktioniert nur der Download nicht mehr ? Das habe ich nicht ausgetestet.
Zum DR-Wert: Man sollte man ihn auf jeden Fall in den Rezensionen angeben. Er ist EIN messbarer Faktor mit Einfluss auf die Klangqualität und somit von uneingeschränkter Relevanz. Es ist für mich kein Argument, zu sagen, dass er nicht alleine für die Klangqualität maßgeblich ist sondern auch andere Faktoren (Klangbalance, Transparenz, etc.) einen er- heblichen Klangeinfluss ausüben. Sollte man z. B. den Frequenzgang bei der Beurteilung von Lautsprechern nur deshalb nicht abbilden, weil er nicht alleine den Klang erklärt ? Zudem halte ich es für extrem unwahrscheinlich, dass man Auf- nahmen auf extreme DR-Werte trimmt. Einerseits würde man damit die Bedeutung, Wahrnehmung der DR-Wertes falsch einschätzen. Andererseits ist wohl ein hoher technischer Aufwand notwendig, um extreme DR-Werte zur erreichen. Viele Produktionen im Bereich Pop, Rock, moderne Musik sind aber schlampig und mit geringem Aufwand produziert. Die „Ge- fahr“, dass hier ein hoher DR-Wert erreicht wird, geht wohl gegen Null. Andererseits ist die Gefahr, dass eine Produktion mit dürftigem DR-Wert auch mies klingt, zeimlich hoch:
Beispiel:
Dandy Wahrhols „This Machine“:
AUDIO 07/12, Klang 4 (taube ?) Ohren von 5;
STEREO 07/12: DR7, Klang 2,5 Sterne von 5.
Die Scheibe klingt wirklich so dürftig, dass man sogar am Mobilspieler spätestens nach 10 Sekunden die miese Qualität erkennt. Muffig, undynamisch, lau, aufgequollen. Das muss man hören, oder soll ich etwa glauben, dass es sich hierbei um gewolltes Sounddesign = Kunst handelt ? Das ist leider ein ganz schwaches Argument.
Meine Meinung also: DR-Wert und Klangqualität korrelieren, eine solche Info gehört in jedes HIFI-Magazin. Man erreicht gar nix in Sachen gute Klangqualität von Aufnahmen, wenn man sich nicht einig ist in diesen „Basics“. Da darf es keine Rolle spielen, dass die HIFI-Magazine auch Konkurrenten sind.
Mit freundlichen Grüßen
PBE
P.S. Falls nicht schon bekannt: http://www.dr.loudness-war.info/
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Thema: DR-Wert von CDs
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25.07.2012, 17:24 #11
Idee!
Statt einer Ampel könnte Rezensent 1 bis 2 Sätze zum DR-Wert der jeweiligen Disk schreiben. So quasi warum man was davon halten kann. Das wäre Aussagekräftig! So wie der Akkustik-Assistent bei Boxen. Wieso High-End-Komponenten vorstellen, wenn das gängige Hörmaterial auf wesentlich günstigeren Lautsprechern und CD-Playern nicht viel anders klingt? Es wäre eigentlich im Interesse, der Komponentenhersteller, dafür zu werben, einen solchen Wert einzuführen, damit ihre Komponenten auch Sinn machen!

Ich verstehe Bernhards Worte schön langsam. Ich deute seine Befürchtung in die Richtung, daß die Produzenten/Künstler/Tontechniker den DR-Wert künstlich pushen würden, wenn sich die Idee durchsetzt. Aber ich sage mal, wenn nur bei wirklich platt klingenden und klanglich unpassenden CDs ein Verriss stattfindet, könnte die MI vielleicht mal zu tatsächlich besserem Klang zurückfinden.
Wenn nur noch wegen der Umsatzzahlen ein Pushen in irgendeine Richtung stattfindet, ist das ein Armutszeugnis der Industrie und der Loudnesswettbewerb ist wie ein Krebsgeschwür. Lässt man es drinn, wirds immer schlimmer. Schneidet man es raus, geht man Gefahr zu sterben. Aber je eher man es rausschneidet, umso geringer ist die Gefahr. Eine GESUNDE MI, die Qualität zu liefern bereit ist, ist mir am liebsten!
Vielleicht findet sich ja eine Alternative Kur?
Beste Grüße.
Filmpurist! Fan der Erhaltung des ursprünglichen (Kino-) Filmeindrucks auf Blu-Ray. Rauschen ist meist keine Schande, sondern Authentizitätsmerkmal und gestalterisches Mittel. Ausnahmen bestätigen die Regel. Für Filme wie im Kino! Rettet die Klassiker, aber rettet sie richtig! Gegen Bild- und Tonformat-Änderungen, für sorgfältige Restauration.
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25.07.2012, 21:16 #12
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25.07.2012, 22:32 #13
Das wäre wünschenswert.
Das hoffe ich selbstverständlich auch. Aber selbst exzellent produzierte (z.B.) Blus haben oftmals ein künstlich unheimlich gepushtes Dynamikverhalten. Sicher ist ein Gespräch leiser als eine Explosion, aber was einen da teilweise anspringt ist schon fast boshaft! Warum soll das auf CDs nicht auch künstlich zu erreichen sein? Ein dürftiger DR-Wert ist genauso doof. Ich hoffe immer noch auf das Unterbleiben von Übertreibungen in beide Richtungen. Ausnahme: Klassik! Hier ist natürliche (hohe) Dynamik treibender Faktor und ein sehr niedriger DR-Wert besonders stark qualitätsmindernd .

Was künstliche Instrumente betrifft: Wie will man die Dynamik eines künstlich geschaffenen Synthiesound oder Drumcomputers bewerten? Hier gibt es keine native Lautstärke, die irgendwo natürlich entstanden wäre, nur die vom Synthie und evtl. die, die der Toningineur vorgibt. Ein Plädoyer für bessere Synthiesounds?
Beste Grüße.
Filmpurist! Fan der Erhaltung des ursprünglichen (Kino-) Filmeindrucks auf Blu-Ray. Rauschen ist meist keine Schande, sondern Authentizitätsmerkmal und gestalterisches Mittel. Ausnahmen bestätigen die Regel. Für Filme wie im Kino! Rettet die Klassiker, aber rettet sie richtig! Gegen Bild- und Tonformat-Änderungen, für sorgfältige Restauration.
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26.07.2012, 08:09 #14
Hallo @Flynn lives,
ich habe ca. 600 - 700 CD’s, meist Rock, teilweise auch Blues, Country(-Rock), Alternative, Jazz. Ich kann darunter keine einzige erkennen, mit „aufgeblasener Dynamik“. Aber nicht wenige sind mit miesem DR-Wert „gesegnet“. Daher meine Aussage, dass ich nur eine geringe Gefahr sehe, dass hier „überproduziert“ wird. Dass es technisch möglich ist, be-streite ich gar nicht, vielleicht wird es auch bei anderen Musikrichtungen häufiger praktiziert. Könnte natürlich auch sein, dass es die sog. „audiophilen“ Platten öfter betrifft, die ich so gut wie gar nicht kaufe und die auch wahrscheinlich nur eine verschwindend geringen Anteil an den Veröffentlichungen ausmachen.
Mit freundlichen Grüßen
PBE
P.S. Ach ja, die sog. Ampel, wie sie CD-Sammler II angeregt hat, gibt es eigentlich schon, vgl. Unser Ziel | DYNAMIC RANGE | pleasurize music! , auf der Seite ganz unten.
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26.07.2012, 14:28 #15
Absage von Illustrate
Hallo zusammen,
ich hatte zwischenzeitlich dezent versucht, Illustrate (Hersteller von Asset UPnP/CD-Ripper/etc.) dazu zu bewegen, über eine Lösung nachzudenken. Leider habe ich mir von Spoon eine nette aber sehr klare Absage eingehandelt. Vielleicht ist aber auch der deutsche Markt für einen Hersteller in den USA zu klein (hatte ihm gegenüber angedeutet, dass man u. U. mit Audio's Unterstützung rechnen kann).
Wo sitzt denn der Hersteller von EAC? ist dies nicht sogar ein deutscher Hersteller? Ich wäre sehr dankbar und zahlungswillig, wenn einer der Softwarelieferanten mehr als nur die freien Datenbankdiesnte (freeDB, MusicBrainz) unterstützen würde, denn die dort hinterlegten Tags sind häufig doch ziemlicher Müll. Und ebenso wäre es für mich ok, wenn die Anbindung für die DR Wertre gegen eine moderate Extragebühr verfügbar wären (inklusive einer Look-up Funktion in eine vorhandene Datenbank). Schließlich hilft es vor Fehlinvestitionen beim Kauf**.
Übrigens, bei mir läuft das Thema mit Foobar, gegensätzlich zur Installation bei PBE, leider nicht - man hätte wohl die Installation während des Testzeitraums machen müssen...
Gruß
Dirk
** = aber noch besser wäre es, diese Information VORAB zu finden, also direkt bei der Bewertung und/oder als Hinweis auf der Scheibe.Senator1962
Der Andersdenkende ist kein Idiot, er hat sich eben eine andere Wirklichkeit konstruiert.
(Paul Watzlawick)
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26.07.2012, 20:05 #16
Zum besseren Verständniss ...
Deine sicher hervorragenden CDs standen auch gar nicht in der Schusslinie.

Meine Rede, absolute Zustimmung!
Daran zweifle ich keine Sekunde.
Ich denke ja, ... vor allem ausschweifender. Das rettet allerdings leider nicht vor Totalschaden auch auf dem Gebiet.
Die Aussage finde ich interessant. Welche wären das Deiner Meinung nach?
Ich wollte mit meiner vorangegangenen Feststellung auch nur ausdrücken, daß Bernhard recht haben könnte und daß Produzenten - gerade im Bereich 0815-Pop - die absahnen möchten, vielleicht dem Toningineur draufdrücken würden, möglichst dynamisch zu produzieren, um auf jeden Fall im grünen Bereich der Ampel zu sein. So deute ich jetzt mal seine Worte.
Beste Grüße.
Filmpurist! Fan der Erhaltung des ursprünglichen (Kino-) Filmeindrucks auf Blu-Ray. Rauschen ist meist keine Schande, sondern Authentizitätsmerkmal und gestalterisches Mittel. Ausnahmen bestätigen die Regel. Für Filme wie im Kino! Rettet die Klassiker, aber rettet sie richtig! Gegen Bild- und Tonformat-Änderungen, für sorgfältige Restauration.
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26.07.2012, 20:30 #17
Hallo @senator1962,
der Download von der Seite Dynamic Range Meter funktioniert noch. Ich habe gerade das Tool auch auf meinem Netbook installiert und erfolgreich getestet. Bisher hatte ich nur das Dynamic Range Meter auf dem Notebook. Der o.g. Link stammt aus dem Thread http://community.magnus.de/forum/f16...26/index2.html . Das Tool muss unter File / Preferences / Tools / Advanced in Foobar auftauchen ! Die foobar_dynamic_range.dll muss in den Ordner components von Foobar !
Mit freundlichen Grüßen
PBE
P.S. Auf dieser Seite DR Database findest du die DR-Werte von vielen Alben.
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27.07.2012, 08:20 #18
Hallo PBE,
das Offlinne Meter ist bei mir installiert und arbeitet auch einwandfrei, aber halt' nur mit den dafür eigens erstellten *.WAV Dateien. Ich hatte dann auf der HP gelesen, dass es das Plug-on für Foo2k gibt und auch versucht, dies einzubinden. Und muss ich lügen: ich bekomme es nicht mehr zusammen, ob die Meldung kam "Testzeitraum beeendet" oder "außerhalb der Datumsspezifikation" oder etwas ähnliches.
Die Inhalte der DR-Database sind m.E. recht klein, verglichen mit den großen Anbietern wie MusicBrainz, freeDB, GD3, usw. aber es ist natürlich ein Anfang.
Mir ist schon klar, dass wir bei diesem Thema eher über die Nische als über Mainstream sprechen:. Trotzdem müsste es sich doch bei MP3 Dateien bemerkbar machen, ob die Dinger Synamik hjaben oder eben nicht. Ich nutze MP3 bspw. im Auto, denn das iPhone stellt nur begrenzten Platz zur Verfügung und klangliche Unterschiede wie in der heimischen Anlage reproduziert die Doppel-DIN Kiste (Pioneer) nur bedingt. Ich habe dafür meine Lieblings-DVDs dabei und lasse diese oft während der Fahrt laufen. Trotzdem möchte ich aber auch die neuen CDs teils im Auto hören, so dass hier die Mediathek des iPhones zum Tragen kommt. Und ich möchte behaupten, dass auch die reduzierten MP3s erkennbar aufzeigen, ob das Stück "nur laut" ist oder dynamisch aufgenommen wurde, wobei der DR-Wert alleine kein Kriterium für eine gute Aufnahme darstellt!
Aber auch hinsichtlich der verkauften Kopfhörerzahlen steigt doch offensichtlich die Anzahl von Nutzern, die Wert auf Klang auch bei den Medienportis legen. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Thema bei ausreichender Berücksichtigung seitens der Medien wesentlich mehr Fahrt aufnehmen könnte, als dies zur Zeit der Fall ist. Und wenn dann auch noch populäre Software wie Foobar entsprechende Plug-in's zur Verfügung stellen, sollte das Ganze doch wesentlich mehr Aufmerksamkeit erzeugen. Überraschend ist für mich dabei auch immer wieder die Aussage",,,das höre ich mit meinen (kleinen) Equipment doch eh' nicht.." und dann siehst Du die verdutzten Gesichter, wenn die Kids etwas Hochwertiges hören, selbst wenn der Stil nicht immer deren Geschmack entspricht. Guter Klang scheitert nicht am Genre!
Ich werde am Wochenende das Thema mit F2k angehen - vielleicht gelingt es mir ja auch, das DR Plug-in zum Laufen zu kriegen. Notfalls stelle ich das Datum auf einem zweiten Rechner vor Installation zurück
Gtruß, DirkSenator1962
Der Andersdenkende ist kein Idiot, er hat sich eben eine andere Wirklichkeit konstruiert.
(Paul Watzlawick)
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27.07.2012, 08:20 #19
Hallo @Flynn lives,
ich wollte damit nur sagen, dass ich das Risiko einer „Überproduktion“ nicht sehe, da ich aus meinem CD-Bestand keinen einzigen Titel nennen könnte, der „künstlich dynamisch“ klingt. Das Gegenteil ist aber in zunehmendem Maße der Fall, obwohl die Technik immer besser wird. Man macht also weniger aus größeren Möglichkeiten.
Wie bereits gesagt, ich bin kein großer Freund audiophiler Platten, die mich von der Interpretation eher kalt lassen. Zum Vorführen von Anlagen kann das ja nett sein, aber ich würde mir das zu Hause nicht anhören. Typisches Beispiel wären für mich die CD’s von Erich Kunzel & the Cincinnati Pops Orchestra. DR-Wert bis zu 22 ! Brauche ich aber trotzdem nicht.
Das Risiko überproduzierter Aufnahmen sehe ich bei vielen audiophilen Platten auch nicht in der Dynamik sondern im "Sound". Wenn beispielsweise Klassiker der Rockgeschichte die bewußt lässig, dreckig aufgenommen wurden, dann supersauber ohne Ecken und Kanten, ohne Schönheitsfehler, mit "künstlerischem Ausdruck" fehlinterpretiert werden, dann sollen das doch bitte audiophile Nerds kaufen.
Mit freundlichen Grüßen
PBE
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27.07.2012, 08:44 #20
Hallo @Senator 1962
wie gesagt, ich habe das Tool gestern auf meinem Netbook installiert und mit 2 Alben (jeweils im FLAC-Format) ausprobiert. Keine Probleme. Ich hatte auch noch keine Meldungen wie von dir geschildert. Ich vermute stark, dass du eine andere Version hast, die zeitlich begrenzt / veraltet ist. Geh mal das Thema am Wochenende an, ich denke du wirst es lösen können.
Mit freundlichen Grüßen
PBE
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