Ab heute gelten neue Preise für die Terminierungsentgelte im Mobilfunk und bei der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) der Deutschen Telekom, der so genannten letzten Meile bis zum Endverbraucher. Das hat die Bundesnetzagentur beschlossen.

Ab dem 1. April betragen die Terminierungsentgelte in die Mobilfunknetze 6,59 Cent pro Minute für die beiden D-Netze und 7,14 Cent pro Minute für die E-Netze. Damit liegen die Entgelte für T-Mobile und Vodafone gegenüber bisher 7,92 Cent pro Minute um gut 16 Prozent niedriger. Für E-Plus und O2 sinken die Entgelte von bisher 8,8 Cent pro Minute um knapp 19 Prozent.

Bundesnetzagentur-Chef Matthias Kurth erklärte, dass die Tarifreduzierung überwiegend auf den deutlich gestiegenen Verkehrsmengen in den Mobilfunknetzen beruhe. Diese seien hauptsächlich auf On-Net- und Datenverkehre zurückzuführen. Die stärkere Nutzung führe bei einer stabilen Kostensituation und effizienten Netzen zu geringeren Minutenpreisen. Die Betreiber hätten es jetzt in der Hand, die gesunkenen Vorleistungsentgelte an die Verbraucher weiterzugeben, so Kurth.

Die Terminierungsentgelte müssen Netzbetreiber an die anderen Mobilfunknetzbetreiber für die Durchleitung von Gesprächen in ihren jeweiligen Mobilfunknetzen zahlen. Die letzten Preissenkungen gab es Ende 2007 (connect berichtete).

Damals konnte die Bundfesnetzagentur bei der Berechnung der Gebühren lediglich auf die Kostennachweise eines Betreibers aus dem E-Netz zurückgreifen. Dieses Jahr haben immerhin ein Betreiber aus dem E-Netz und einer aus dem D-Netz Zahlen zur Berechnung geliefert. Die Jahre zuvor musste die Bundesnetzagentur die Berechnungen rein auf der Basis eines internationalen Tarifvergleichs festlegen.

Niedrigere Gebühren für die letze Meile

Außerdem hat die Bundesnetzagentur neue Entgelte für den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) der Deutschen Telekom, der sogenannten letzten Meile, genehmigt. Wettbewerber müssen für den Zugang zur TAL künftig monatlich 10,20 Euro bezahlen. Bisher waren es 10,50 Euro.

Mit den monatlichen Gebühren für die TAL sollen laut Bundesnetzagentur hauptsächlich Investitionen fürs Material und die Verlegung der Leitungen abgedeckt werden. Zwar seien die Kosten für den Tiefbau und die Kupferleitungen gestiegen, so Kurth. Allerdings würden die Investitionen durch gegenläufige Effekte mehr als Kompensiert. Die Telekom hatte eine Erhöhung der TAL-Entgelte auf 12,90 Euro monatlich gefordert.