Hallo Frank,
wenn Du beides neu kaufen möchtest eine neugierige Frage: Warum soll es denn ausgerechnet ein Röhren-Verstärker sein? Wenn man Boxen und Lautsprecher im Paket kauft, hat man doch alle Möglichkeiten, sich den passenden Klang zusammen zu stellen. Da würde ich mich nicht zwingend vorher schon auf ein Konzept festlegen.
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10.06.2012, 14:29 #1Neuer Benutzer
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Welche Box zu welchem Röhrenverstärker
Hallo Liebe Mitlesende,
ich möchte mir gerne einen neuen Verstärker (Röhre) nebst passenden Lautsprechern zulegen. Das ganze sollte sich im preislichen Rahmen zwischen 4.5oo € - max. 5.000€ bewegen. Nachdem ich nun die letzten 5 Ausgaben der Stereoplay gelesen habe, ist mir immer noch keine sinnvolle Kombination in´s Auge gesprungen. Vielleicht kann jemand helfen.
Beste Grüße
Frank
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10.06.2012, 15:06 #2Viele Grüße
Sven
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10.06.2012, 16:15 #3Erfahrener Benutzer
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Hi Frank,
ich stimme Sven da voll zu. Ein schöner Röhrenverstärker kann schon schön aussehen, aber aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen das es auch Nachteile mit sich bringt. Ich habe in 3 Jahren ca. 3 mal ein Wochenende ohne Musik verbringen müssen weil eine Röhre defekt war. Da es sich um paarweise selektierte Exemplare handelte musste ich jedesmal 2 Stück auswechseln, jedesmal 200 € (KT88). Die insgesamt 8 Röhren haben im Sommer dermassen eingeheizt dass ich schon gar keine Lust mehr auf Musik hatte. Bei 400W gehen bestimmt 380 Watt an Verlustwärme weg, das kostet und wärmt...
Kommt für mich wie reines Class-A deshalb nicht mehr in Frage. Es gibt viele gute Transistor- oder Digitalamps die keinesfalls schlechter klingen müssen wenn man den passenden Lautsprecher aussucht. Mehr Leistung haben die meistens auch wenn man mal Party feiert...obwohl es natürlich auch Röhren mit Leistung gibt. Aber die kosten dann meistens auch was ...
Grüße,
Bernie
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10.06.2012, 16:19 #4Erfahrener Benutzer
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ach ja, als Tip würde ich mir mal die Linn Sachen anhören. Alles aus einer Hand (LS und Elektronik) und es gibt später Möglichkeiten aufzurüsten (Aktivierung). Eine gute Wertstabilität haben die auch weil nicht jedes Jahr was neues kommt. Das Design muss man natürlich mögen
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10.06.2012, 18:52 #5Neuer Benutzer
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Hallo Bernie und Sven,
erstmal vielen Dank für die schnelle Reaktion. Ich habe den Nachmittag mit Freunden beim grillen und einer Gerstensatkaltschale verbracht.
Nun zuerst zu Sven, warum schon vorher auf ein Konzept festlegen.
Ich würde es mal so erklären, mit der Entscheidung weiterhin in Stereo statt 5 oder 7-Kanal zu hören ist schon mal die erste Festlegung erfolgt - Mehrkanal schätze ich sehr im Auto - aber halt nicht bei der Musik zu Hause. Wohlgemerkt Musik !!! Ich rede jetzt nicht von Fernsehen, DVD und so !!!! Das sind für mich 2 Welten.
Eine Röhre - warum ? Nun, ich bin jetzt 48 Jahre Jung - soll heißen, nach nunmehr rund 30 Jahren intensiver Musiksammlung (CD, MP-3, die gute Vinylsammlung von ca. 6000 Stück habe ich mal der Liebe wegen - oder besser aus damit verbundenen Platzgründen aufgegeben) ist eine ansehnliche Sammlung gewachsen.
Nachdem in dieser Zeit der ein oder andere Transistor mein eigen war, habe ich nunmal "Lust" auf was anderes. Genauso, wie andere Leute halt mal statt des Opel´s auf anderes umsteigen. Und das Röhre im Nachteil zu Transistor steht (?), dessen möchte ich wiedersprechen.
Okay, nun Du Bernie.....Wartungskosten entfallen in der Regel bei Transistor. Aber gehe mal los und kaufe Balance-Regler oder Klangregler nach (mangels Benutzung) von Alps, da schiessen Dir die Tränen in die Augen bei der Rechnung. Und da rede ich nur vom Material - ohne Einbau !
Der Wärmeentwicklung bei meinem 60 qm Wohnzimmer sehe ich eher gelassen entgegen. Thema Werterhalung....schaut mal, was man für ein mehr als in die Jahre gekommenen LUA-Verstärker heute noch zahlt, z.b. den 6060 !
Aber wie Eingangs mein Alter schon erwähnt, auch das tritt in´s Kalkühl. Hatte ich vor runden 25 Jahren noch ein Hörempfinden (laut Ohrenarzt) bis rund 22.500 Hertz (was schon über dem Durchschnitt lag). Liege ich heute noch bei guten 19.ooo Hertz. Also dem Grenzwert, der zwischen Röhre und Transistor viel ausmacht ! Je nach Lautsprecher !!!
Also, so ganz unüberlegt ist der Gedanke nicht. Naja, aber zugeben, der optische Reiz ist auch vorhanden. Man denke halt auch, an die Wiedergeburt des guten alten Vinyl-Laufwerkes. Ich würde heute als Anfänger...bestimmt wieder einen gebrauchten Brinkmann oder Transroter einem CD-Laufwerk vorziehen, restaurieren und genießen.
Ach ja, und wenn ich von Musik hören spreche....dann meine ich da jetzt nicht unbedingt die TOP 100 sondern mehr die Pop/Rock/Jazz und selten mal die Klassik.
Rammstein und Ko, behalte ich mir da für´s Auto in einer Vollaktiven Alpine und HiFonics Kombi vor mit digitaler Laufzeitkorrektur usw..
Vielleicht trägt das jetzt etwas mehr zu Klärung meiner Frage bei !
Euer Frank
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10.06.2012, 19:13 #6
Hallo Frank,
sehr schön: die Gerstensaftkaltschale. Die Sommererfrischung der Wahl in meiner Heimat
Ich hoffe Du hattest viel Spaß.
Sven und Bernie haben schon so ähnlich geschrieben, wie ich auch denke. Und Du hast mittlerweile geantwortet. Da ich's gedanklich bereits formuliert hatte, poste ich also meinen Senf auch noch dazu
Mal eine Frage:
Womit hörst Du denn grade? Und was versprichst Du Dir genau von dem Umstieg?!
Will mich klanglich verbessern. Will unbedingt eine Röhre haben. Beides?
Ganz klar ist mir das noch nicht geworden.
Wenn Du z.B. sagst, Du möchtest eine Röhre haben,
weil Du eine Röhre haben willst, kann ich das aus ästhetischer Sicht nachvollziehen.
Aus klanglicher Sicht ist meine Erfahrung, dass ich beispielsweise in der Verstärkerpreisklasse von 1000 bis 2000 Euro bei Röhren und Transistorverstärkern beinahe jeden Klangcharacter bei jedem Konstruktionsprinzip gehört habe. Nur mit dem Unterschied, dass sich zu einem Transistor-Amp ungleich einfacher ein (klangentscheidender) Lautsprecher finden ließ.
Bei einem Budget von 4,5-5TEUR für LS und Amp würde ich mir z.B. überlegen ca. 1,5-2TEUR (Marktpreis) in einen Transistor-Amp zu stecken und den Rest - also 3-3,5TEUR in den Lautsprecher, der mir von
der characteristic am besten gefällt. Wo der Aufsatzpunkt der Suche wäre, sei dann noch zu bestimmen.
Ich will Dir den Röhrenverstärker bestimmt nicht ausreden - o.g. nur als Gedankenspiel.
Sollte es unbedingt eine Röhre sein, wird es spannend
Und ich bin gespannt, wie's weiter geht...
Viele Grüße, Archie“80% der Zitate im Internet sind frei erfunden” (Abraham Lincoln)
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10.06.2012, 20:08 #7Neuer Benutzer
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Hallo Archie,
stehe im Moment noch ein wenig auf Kriegsfuß mit der richtigen Benutzung des Forum´s, daher seien mir Anfängerfehler Bitte nicht als Unhöflichkeit auszulegen.
Nach dem Verkauf meiner letzten Anlage Nubert NuVero 10 mit einem NAD 375 CE....habe ich numehr wieder meine "Alten Schätze IMF-Studiomonitore mit einem Yamaha AX-900" aus meinem Büro am laufen für die Übergangszeit.
Nun, wer will sich schon verschlechtern. Ein anderer Klang-Teppich soll´s sein. Wer dies als schlechter oder besser differenzieren will, mag dies für sich entscheiden. Ebenso die quälende Frage...was bringen andere Kabel bzw. Stromversorgung ? Ich habe meine Erfahrung hier gemacht....und sie für mich umgesetzt. Aber dies beantwortet Deine Frage nicht.
Dein Gedankenspiel ist sicher als interessant einzustufen....trifft aber halt nicht meinen Vorsatz. Machen wir uns nichts vor, eine Röhre die halt auch Bass kann, hat Ihren Preis. Und lass mir die Freiheit vielleicht auch nochmal 550 Euronen drauf zu legen.
Jedenfalls ist die entstandene Diskussion schon sehr informativ. Kompliziert ist die Auswahl allemahl, da gebe ich Dir Recht.
Aber manchmal sollte man auch Testberichte, Diagramme und sonstige Fachverständige pfeifen und sich die Mühe machen auch "unpopuläre" Konfigurationen zu wagen. So hat z.B. ein Bekannter mit einer laut div. Testzeitschriften unmöglichen Konstellation (LS & Röhre) in seinem speziellen Wohnbereich grandiose Ergebnisse erzielt. Sicher, bestimmt einfacher mit Transistor zu erzielen...aber wer halt ein Ziel hat....viele Wege führen zum persönlichen Hörergebnis!!!
Ich hätte nicht gedacht, in so kurzer Zeit soviele interessante Antworten zu erhalten. Bin sehr angenehm überrascht.
Aber mal im Ernst...Stuttgart und Bier ? Da ist doch eher der Äppelwoin (?) Pflicht ?
LG
Frank
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10.06.2012, 20:19 #8
Hallo Frank,
auf die Schnelle zum Offtopic:
1: Das ist überhaupt gar kein Thema. Dafür gibt's ja Moderatoren und hilfsbereite TN.
2: Ja, so ist das hier oft bei interessanten Themen. Macht mir auch immer wieder Spaß, wenn Feedbacks kommen.
3: Stuttgart/Umgebung hat eigentlich recht brauchbare Brauereien. Sonst würde mir echt was fehlen...
Äppelwoi verortet sich woanders. Hier greift man des abends zum 'Viertele'. Ich meinte ja auch nicht die Stadt, in der ich lebe, sondern meine Heimatstadt, mein lieber 'Wittener'
Beste Grüße, Archie“80% der Zitate im Internet sind frei erfunden” (Abraham Lincoln)
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10.06.2012, 20:38 #9
O.k. dann als letztes noch einmal Tacheles
.
Jeder soll nach seiner Art glücklich werden. Ich habe mittlerweile eine Menge Verstärker durch und auch eine Menge Lehrgeld (Leergeld?) bezahlt. Altersmäßig nicht ganz auf Deinem Niveau aber dicht dran.
Ein schöner, runder analoger Klangcharakter hat natürlich etwas für sich. Erreichbar über:
- den richtigen Plattenspieler oder auch CD-Spieler/Streamer
- eine Röhre (= richtig viele Verzerrungen, die nach meiner Meinung nicht zwingend in die Musik gehören, dafür gibt's aber auch weniger Leistung...)
- eine schöne Class A (= ganz wenig Verzerrungen und auch eher wenig Leistung)
- irgendeinen anderen Verstärker, wenn er denn Deinen Geschmack trifft
Sich auf ein Konzept festzulegen, dass schön alt und technisch schön schlecht ist (schlagt mich, steinigt mich) aber dafür so schön nostalgisch, ist einfach nicht meines. Aber sicher gibt es Geschmäcker und bestimmte Anwendungen, wo es dann eine Röhre sein soll.
Bevor Du Dir wirklich zwingend eine Röhre kaufst, gib den Transistoren noch einmal eine Chance. Hör Dir eine schöne Accuphase Class A, einen Gryphon oder auch einen Linn Akurate oder Klimax an und wenn Du dann immer noch sagst, dass für Dich eine Röhre das einzig Wahre ist, dann wird es so sein.
Der Haken an der Sache ist, dass nach meiner persönlichen Erfahrung richtig gute Verstärker, egal ob Transistor oder Röhre, richtig in's Geld gehen.
Ein NAD 375 oder ein Yamaha 700 sind schöne Workhorses (=Arbeitspferde) für die kleine Stereoanlage. Die richtige Musik spielt aber wo anders und die ist ganz sicher nicht zwingend davon abhängig, eine Röhre zu verwenden.
Um noch einmal zu den Fakten zurück zu kommen, wäre mir eine Röhre vom Einsatzbereich her viel zu eingeschränkt, mit wenig Leistung und Impedanzproblemen. Meine Class A hat zwar auch nur 45 Watt, aber die sind laststabil und völlig unproblematisch (bis zu 360 Watt an 1 Ohm).
P.S.: Wenn Du nach der Einleitung von mir einen echten Röhrentipp bekommen möchtest, dann schau Dich einmal bei Octave um.Viele Grüße
Sven
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10.06.2012, 20:49 #10
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